Wie sieht Demokratie aus, wenn sie nicht auf das Kreuzchen alle paar Jahre reduziert wird? Taiwan hat gezeigt, dass es anders geht: Aus der Sonnenblumen-Bewegung und der Civic-Tech-Community entstand eine Regierungspraxis, die auf radikale Transparenz, breites Zuhören und echte Bürger:innenbeteiligung setzt. Im Buch „Finding Light Through the Cracks: Reinventing Democracy with Audrey Tang“ (deutsche Übersetzung: „Durch jeden Riss fällt Licht“) erzählt Autor Martin Rausch diese Geschichte und destilliert daraus Prinzipien, die weit über Taiwan hinauswirken.
Beim ÖGUT-Themenfrühstück am 22. September 2026, von 9.00-10.00 Uhr sind Martin Rausch und Jenna Büchy (Editiorin und Mitdenkerin des Buches) zu Gast und sprechen darüber, was wir aus den taiwanesischen Erfahrungen für unsere Demokratien in Europa und insbesondere in Österreich lernen können.
Über Martin Rausch
Martin Rausch ist Trainer, Moderator, Filmemacher und Autor. Er hat Audrey Tangs und Glen Weyls Werk „Plurality: The Future of Collaborative Technology and Democracy“ ins Deutsche übersetzt. Darauf aufbauend verfasste er das Buch „Finding Light Through the Cracks: Reinventing Democracy with Audrey Tang“, um die demokratischen Ansätze aus „Plurality“ und Taiwans demokratische Innovationen einem breiteren Publikum zugänglicher zu machen.
Über Jenna Büchy
Jenna Büchy ist Politik- und Sozialwissenschaftlerin, systemische Therapeutin und Prozessbegleiterin. Sie wirkte als Prozessgestalterin und Moderatorin bei den ersten nationalen Bürger:innenräten Deutschlands und beim ersten Klimarat in Österreich mit. Ihr geht es um die Kunst und Praxis, Kontakt und Kreativität in schwierigen Zeiten lebendig zu halten – um gemeinsam zu gestalten, was alle betrifft.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
