Projekt

Bürgerrat „Ernährung im Wandel“

Bleistiftzeichnung von Lebensmitteln, manche davon farbig
Der erste Bürgerrat befasst sich mit dem Thema "Ernährung im Wandel" (c) DBT
PROJEKT LÄUFT SEIT
September 2023
LAND/BUNDESLAND
Deutschland

Worum geht’s?

Am 10. Mai 2023 haben die Abgeordneten beschlossen, dass sich der erste Bürgerrat* des Deutschen Bundestages mit dem Thema „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“ befasst.

Dabei können unter anderem Fragen zum Gesundheitsschutz, zur Umwelt- und Klimaverträglichkeit, zu Produktion und Kennzeichnung von Lebensmitteln oder zu Haltungsbedingungen von Nutztieren im Fokus stehen. Die Teilnehmer:innen selbst einigen sich zu Beginn des Bürgerrats, welche Fragestellungen sie konkret behandeln wollen.

Der Bürgerrat soll seine Empfehlungen bis Ende Februar 2024 in Form eines Bürgergutachtens an den Mitgliedern des Deutschen Bundestages übergeben.

Details zum Auftrag des Bürgerrats Ernährung sind im Einsetzungsbeschluss zu finden.

Das Losverfahren

Die Teilnehmer:innen des Bürgerrats  wurden über ein mehrstufiges Losverfahren ausgewählt. Im ersten Schritt wurden 82 Gemeinden ausgelost und die knapp 20.000 potenziellen Teilnehmer:innen eingeladen. Insgesamt 11%, also 2.220, der kontaktierten Bürger:innen bekundigten daraufhin ihr Interesse an der Teilnahme am Bürgerrat.

In der zweiten Stufe des Losverfahrens wurden Informationen zu verschiedenen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht, Bildungshintergrund etc.) abgefragt. Auf dieser Basis wurden mithilfe eines Algorithmus 1.000 potenzielle Bürgerräte erstellt. Ziel war eine möglichst repräsentative Auswahl der 160 Teilnehmer:innen hinsichtlich der jeweiligen Anteile der Bevölkerung. Die finale Losung aus den 1.000 potenziellen Bürgerräten wurde am Ende durch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas durchgeführt.

Detailkonzept für den Bürgerrat Ernährung

Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Beirat und weiteren Stakeholder:innen wurde ein Detailkonzept für den Ablauf erarbeitet (siehe Abbildung). Insgesamt 5 Monate stehen den Teilnehmer:innen ab Oktober zur Verfügung, um gemeinsam Empfehlungen für die Politik zu erarbeiten und an diese zu übergeben.


* Die Bezeichnung „Bürgerrat“ wird hier als Eigenname verstanden und daher nicht gegendert, jedoch sind alle Geschlechter gleichermaßen eingeschlossen und angesprochen.