Im Jänner 2026 erschienen gleich zwei interessante neue Publikationen zu Bürger:innenräten. Während Karin Küblböck aus wissenschaftlicher Perspektive auf diese partizipative Methode schaut, führen Sabine Wurzenberger und Wolfgang Mader praxisnah in Ablauf, Ziel und Nutzen von Bürger:innenräten ein.
- Karin Küblböck: Bürger*innenräte und die Demokratisierung der Demokratie, Briefing Paper 38, ÖFSE Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung:
„In der aktuellen Demokratiedebatte werden ein Vertrauensverlust in politische Institutionen, sozial ungleiche Beteiligung, Repräsentationsdefizite und zunehmende Polarisierung als zentrale Herausforderung diskutiert. Als mögliche Antwort auf diese Entwicklungen rücken deliberative, losbasierte Beteiligungsformate – insbesondere Bürger*innenräte – zunehmend in den Fokus. Sie versprechen, gesellschaftliche Vielfalt systematischer einzubeziehen, neue Räume politischer Mitwirkung zu schaffen und politische Entscheidungen stärker zu legitimieren. Dieses Briefing Paper greift diese Debatte auf und ordnet Bürger*innenräte darin ein: Es stellt ihre theoretischen Grundlagen, historische Entwicklung und mögliche Anwendungsfelder dar und diskutiert ihre demokratiepolitischen Potenziale.“ - Sabine Wurzenberger und Wolfgang Mader: Bürgerräte in Oberösterreich. Erfahrungen und Wirkungen im Rahmen von Agenda.Zukunft, herausgegeben vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung. Aus dem Vorwort von Landeshauptmann Stelzer:
„Der vorliegende Bericht zeigt: Bürgerräte sind kein Allheilmittel, aber sie sind eine spannende Ergänzung bekannter Strukturen der politischen Willensbildung. Sie sprechen neue Zielgruppen an und eröffnen damit neue Sichtweisen und Lösungswege, gerade auf kommunaler Ebene. Sie können dazu motivieren, sich langfristig für eine gute Zukunft zu engagieren. Sie wirken integrativ und zeigen, dass wir im Miteinander vor Ort viele neue Ideen entwickeln und umsetzen können.“
Die beiden Publikationen stellen wir Ihnen hier als Downloads zur Verfügung.
