Projektbeschreibung
Der EU-Jugenddialog ermöglicht jungen Menschen politische Beteiligung in Österreich und ganz Europa. Dabei werden ihre Einstellungen, Interessen und Bedürfnisse sichtbar gemacht und in politische Entscheidungsprozesse eingebracht. Gleichzeitig stärkt der EU-Jugenddialog politisches Engagement sowie die Vernetzung im jugendpolitischen Bereich.
Im Rahmen des EU-Jugenddialogs treten junge Menschen und Entscheidungsträger:innen in einen direkten Austausch auf Augenhöhe. Dadurch wird Politik greifbar und erlebbar, während politische Entscheidungsträger:innen wertvolle Einblicke in die Lebensrealität junger Menschen gewinnen.
Anlass und Hintergrund
Im Rahmen einer Beteiligungsrunde arbeiten jeweils drei EU-Mitgliedsstaaten für 18 Monate zusammen und beschäftigen sich intensiv mit einem Thema. Für diesen Zeitraum beschließt dieses “Trio” einen Themenschwerpunkt für den EU-Jugenddialog. Die derzeitige 11. Beteiligungsrunde des EU-Jugenddialogs beschäftigt sich mit dem Youth Goal #1: „Die EU mit der Jugend zusammenbringen“.
Der EU-Jugenddialog wird von den nationalen Jugendvertretungen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten koordiniert.
Ziel(e)
Das übergeordnete Ziel ist es, Beteiligung und damit die Demokratie langfristig zu stärken.
Mit dem EU-Jugenddialog wollen wir:
- Eine Beteiligung junger Menschen an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen ermöglichen.
- Einstellungen, Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen sichtbar machen und in die Politik tragen.
- Eine Einbeziehung verschiedener Stimmen ermöglichen und gewährleisten.
- Dialog auf Augenhöhe zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträger:innen ermöglichen.
- Entscheidungsträger:innen die Möglichkeit geben, an der Lebensrealität junger Menschen anzuknüpfen.
- Die Entwicklung der Fähigkeiten junger Menschen in Bezug auf eine aktive Bürger:innenschaft fördern.
- Politik für junge Menschen erlebbar machen und (jugend-)politische Vernetzung fördern.
- Das Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft und zur Europäischen Union von jungen Menschen stärken.
Prozessdesign und Ablauf
Grob lässt sich eine Beteiligungsrunde des EU-Jugenddialogs in Konsultationsphase und Implementierungsphase unterteilen.
Das heißt, dass junge Menschen zuerst zu ihren Einstellungen, Interessen und Bedürfnissen befragt werden (= Konsultation). Wenn die Ergebnisse der Konsultation ausgewertet sind, fließen diese in verschiedene politische Prozesse ein. Dort sollen Maßnahmen gesetzt werden, die dazu beitragen, dass die jeweiligen Youth Goals unter Berücksichtigung der Einstellungen und Bedürfnisse junger Menschen erreicht werden (= Implementierung).
Konsultation
Einstellungen, Interessen und Bedürfnisse junger Menschen werden in allen EU-Mitgliedsstaaten erhoben. Zum Beispiel durch Onlinebefragungen, Workshops, auf Dialogveranstaltungen und Jugendkonferenzen.
Ergebnisanalyse
Die Ergebnisse aus allen EU-Mitgliedsstaaten werden zusammengetragen und auf nationaler sowie auf europäischer Ebene analysiert und präsentiert.
Implementierung
Die Ergebnisse werden an Entscheidungsträger:innen aus Politik und Verwaltung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene übergeben und die Implementierung vorangetrieben.
Ergebnisse und (erste) Umsetzungen
Konsultationsphase:
- Online-Befragung
- Training for Trainers
- Handreichung für Regionale Dialoge
- Workshops
- Inklusionsbeirat
- Österreichische Jugendkonferenz 2025
Implementierungsphase:
- Ergebnis-Vorstellung
- Ministeriums-Gespräch
- Lobbying Termine der Bundesjugendvertretung
- Österreichische Jugendkonferenz 2026
Warum es sinnvoll war, mit Beteiligung zu arbeiten
Für junge Menschen macht der EU-Jugenddialog Politik erlebbar und fördert (jugend-)politische Vernetzung. Entscheidungsträger:innen wird ermöglicht an der Lebensrealität junger Menschen anzuknüpfen.
Auftraggeber:in
EU-Kommission und Bundeskanzleramt
Publikationen und Links zu diesem Verfahren
Links
Ansprechpartner:in
Katharina Eggenweber
Liechtensteinstraße 57/2
1090 Wien
www.bjv.at
https://jugenddialog.at/



