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Neues von www.partizipation.at ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏ ͏
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Andreas Gruber, Amtsleiter, Kematen an der Krems
"Renaturierung bedeutet für uns mehr als die Gestaltung eines Flusslaufes. Es bedeutet, einen Lebensraum für Natur und Menschen neu zu denken – und die Bevölkerung dabei von Anfang an einzubinden."
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Liebe Leser:innen!
Vor ein paar Wochen hat mich das Redaktionsteam von partizipation.at gebeten, etwas über unser Projekt der Renaturierung der Krems zu schreiben. Besonderes Interesse galt natürlich der Einbindung der Bevölkerung und wie wir es geschafft haben, die Bürger:innen ins Boot zu holen.
Denn eins ist klar: Die Renaturierung von Flüssen bringt zwar großen Nutzen für Natur und Mensch, stößt aber auch auf Widerstände. „Viel Geld für die Fische“ – insbesondere die hohen Kosten eines solchen Vorhabens stechen ins Auge und natürlich gibt es auch Stimmen, die das Geld anderen, gefühlt dringlicheren Zwecken zuführen würden. Zudem braucht man für den Kauf bzw. Tausch der notwendigen Flächen viel Fingerspitzengefühl, um die Interessen aller Stakeholder gleichermaßen zu befriedigen.
Auf die Frage, welche Erfahrungen ich persönlich aus dem Praxisbeispiel der Krems-Renaturierung weitergeben will, habe ich deshalb geantwortet: "Grundsätzlich kann man nicht zu viel informieren und einbeziehen." Dialog ist das Gebot der Stunde. Bei uns gibt es auch das Sprichwort "Durch's Reden kommen die Leut' zusammen" - das stimmt und deshalb haben wir im Rahmen des "Flussdialogs Unsere Krems" nicht nur über Online-Kanäle und klassische Medien informiert, sondern auch zu mehreren Dialogveranstaltungen eingeladen, wo persönliche Gespräche nicht zu kurz kamen. Wenn Sie mehr über unser Renaturierungsprojekt erfahren möchten, dann melden Sie sich am besten gleich zum nächsten Webinar der Reihe „partizipation.at im Dialog“ an. Ich darf dort gemeinsam mit den Kolleg:innen von der Planungswerkstatt Pernegg und der KLAR! Retzer Land erzählen, wie wir in unseren Projekten beständig versuchen, Unsicherheiten und Interessenskonflikte in fruchtbare Dialoge und gute Lösungen für alle zu verwandeln. Erste Informationen zu allen Projekten erhalten Sie in diesem Newsletter. Viel Vergnügen bei der Lektüre! Andreas Gruber P.S.: Am Ende des Newsletters finden Sie wie immer Hinweise auf Weiterbildungen, Veranstaltungen, Ausschreibungen und Publikationen!
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Wie das Wasser in der Region behalten?
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(c) Klimamodellregion Retzer Land
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Das Retzer Land liegt im nördlichen Weinviertel in Niederösterreich an der Grenze zu Tschechien und ist eine der trockensten Regionen Österreichs. Es fehlt an Niederschlägen und zusätzlich verursachen starke Winde Bodenerosion. Der Klimawandel verstärkt die Trockenheit noch weiter. Die KLAR! Retzer Land – ein Zusammenschluss von sechs Gemeinden – hat 2022 das Projekt WIWA Retzer Land gestartet mit dem großen Ziel, den Niederschlag möglichst lang in der Region zu halten. Am Beginn des Prozesses standen Workshops v.a. mit Landwirt:innen, aber auch mit allgemein interessierten Bürger:innen, bei denen mehr als 200 Ideen zur Verbesserung des Wasserhaushalts und Windschutzes eingebracht wurden. Die Agrarbezirksbehörde Niederösterreich hat diese Ideen geprüft und digitalisiert sowie auch die Umsetzbarkeit und Wirksamkeit festgehalten. Seither wurden konsequent Pilotprojekte in der Region realisiert – von der Revitalisierung von Rückhaltebecken über die Umleitung von Hangwasser, Grabenanpassungen, Kaskadensetzungen bis hin zur Pflanzung von Hecken gegen Winderosion. Wie es gelingt, in der Bevölkerung Verständnis, Akzeptanz und Mitmachbereitschaft für all diese Maßnahmen zu mobilisieren, erzählt Gregor Danzinger am 7. Oktober bei partizipation.at im Dialog.
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Windkraft in der Gemeinde? Ja, aber – und ...
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Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen man Windkraftanlagen errichten möchte, beschäftigt derzeit einige Gemeinden in Österreich. Immer öfter bildet sich Widerstand: Bürger:inneninitiativen protestieren und sammeln Unterschriften um Volksbefragungen herbeizuführen, in deren Vorfeld es allerdings oft zu Polarisierungen kommt und der soziale Friede leidet. Die Marktgemeinde Pernegg versuchte daher einen anderen Weg und rief noch vor dem Beginn konkreter Windkraft-Planungen einen offenen Beteiligungsprozess aus. In der Planungswerkstatt Pernegg stand gemeinsames Nachdenken z. B. zu Fragen von Landschaftsbild, Energie und Versorgungssicherheit, Nutzen und Beteiligung auf dem Programm. Ziel der Planungswerkstatt war es, einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten, unter welchen Bedingungen die Errichtung von Windkraft-Anlagen für die Bürger:innen Perneggs vorstellbar ist und wie sie sinnvoll realisiert werden könnte. Der Vorschlag sollte dem Gemeinderat als fundierte Grundlage für weitere repräsentativ-demokratische Entscheidungen dienen.
Wie es gelingt, einen konstruktiven Dialog zwischen Menschen zu gestalten, die ganz unterschiedliche Einstellungen zur Windkraft mitbringen, davon erzählt Therese Guttmann am 7. Oktober bei partizipation.at im Dialog. Sie hat gemeinsam mit Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien den Prozess in Pernegg begleitet.
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Geld für die Fische oder Platz für Fluss und Mensch?
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Renaturierung der Krems (c) Wasserverband Unteres Kremstal
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Der Fluss Krems wird auf einer Länge von 4,2 Kilometern renaturiert, hauptsächlich im Gemeindegebiet von Kematen an der Krems. Für die Umsetzung wird eine Fläche von insgesamt etwa 18 Hektar benötigt. Ziel des Projektes ist es, der Krems und auch dem Sulzbach wieder den naturnahen Verlauf zu ermöglichen. Mäander, strukturreiche Flussbette und aufgeweitete Uferbereiche schaffen wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Neben der ökologischen Aufwertung bringt das Projekt auch eine nachhaltige Verbesserung im Hochwasserschutz, sowie neue Erholungsräume für die Bevölkerung. In die Umgestaltung wurde die Bevölkerung mit dem Flussdialog Unsere Krems aktiv mit eingebunden. Ziel ist und war, nicht nur einen Nutzen für die Natur zu erreichen, sondern auch für die Menschen. Auf Basis vieler Rückmeldungen und Gespräche werden nun zum Beispiel im Zuge der Renaturierung neue Naherholungsbereiche entstehen, die zum Spazierengehen, Radfahren und allgemein zur Erholung einladen. Seit Jänner 2026 wird gebaut, damit aus der "Wasserautobahn" wieder ein naturnäherer Flussverlauf wird. Über die Kommunikation zum Projekt, Herausforderung und Erfolge erzählt am 7. Oktober bei partizipation.at im Dialog Amtsleiter Andreas Gruber. Wir freuen uns schon drauf!
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Aktuelles aus der Partizipationswelt
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Der Ausbau von Windkraft oder die Umstellung der Wärmeversorgung bringt unterschiedliche Interessen an einen Tisch - und damit auch Konflikte. Die ÖGUT startet dafür im Oktober ein neues "Praxisseminar Konfliktmoderation": In 3,5 Stunden trainieren Teilnehmer:innen den Umgang mit herausfordernden Gesprächssituationen bei Bürger:innen-Dialogen und Info-Veranstaltungen. Infos und Anmeldemöglichkeit gibt es hier.
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Noch bis 23. September kann man sich für die Tagung Gemeinwesenarbeit 2026 anmelden, die von 7. bis 9. Oktober in St. Wolfgang stattfindet. Heuer widmet sich die Veranstaltung dem Thema "Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten. Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden?" Die Teilnehmer:innen erwarten spannende Inputs und viel Möglichkeit zum Austausch in Groß- und Kleingruppendiskussionen.
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Das Austrian Centre for Peace bietet von 16. bis 17. Oktober ein Seminar zu "Gewaltfreier Kommunikation in der Mediation" an. Zielgruppe sind ausgebildete bzw. in fortgeschrittener Ausbildung befindliche Mediator:innen, Seminarort ist Wien, zur Anmeldung geht es hier.
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Das Berlin Institut für Partizipation bietet im Herbst erneut den "Zertifikatslehrgang Beteiligungsmanagement" an - sowohl digital als auch in Präsenz in Berlin und Stuttgart. In diesem berufsbegleitenden Lehrgang werden die Grundlagen guter Bürger:innenbeteiligung theoretisch und praktisch vermittelt.
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Das Europäische Kompetenzzentrum für partizipative und deliberative Demokratie richtet von 4. bis 6. November 2026 zum bereits sechsten Mal das "Citizen Participation and Deliberative Democracy Festival" aus. Dieses Jahr steht der Europäische Schutzschild für die Demokratie im Mittelpunkt, der im November letzten Jahres von der Kommission vorgestellt wurde. Das Festival findet in Brüssel statt, zu Programm und Anmeldung geht's hier.
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Wer sich für internationale Good-Practice-Beispiele in Sachen Bürger:innenbeteiligung und Stärkung der Demokratie interessiert, kann sich noch rasch für das nächste ÖGUT Themenfrühstück am 22. September anmelden, wo Martin Rausch und Jenna Büchy von Taiwan erzählen und erklären, wie dort aus der "Sonnenblumen-Bewegung" und der Civic-Tech-Community neue Regierungspraktiken entstanden. Info und Anmeldung hier.
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Ja, und extrem spannend wird sicher wieder der heurige D3-Online-Kongress zur digitalen Demokratie. Von 10. bis 11. November gibt es unter anderem Vorträge und Workshops zur "Idee kollektiver Rechenzentren", "KI zwischen Ermächtigung und neuer Abhängigkeit" und "Prompting for Democracy". Tickets sind hier zu haben.
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Wer sich insbesondere fürs Thema KI und Bürger:innenbeteiligung interessiert, dem sei die neue OECD-Studie "Artificial Intelligence and the Future of Citizen Participation" ans Herz gelegt sowie der dazu gehörende Policy Brief der Bertelsmann Stiftung.
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Dieser Newsletter erscheint jeweils zweimonatlich. Lassen Sie uns wissen, an welchen Beteiligungsprojekten Sie selbst arbeiten oder welche gelungenen Praxisbeispiele Sie kennen. Wir nehmen interessante Beispiele und Hinweise gerne in die Website auf!
Kontakt: kontakt@partizipation.at
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PS: Wir freuen uns auch über Weiterleitung dieses Newsletters an Partizipations-interessierte Menschen in Ihrem Umfeld :)
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