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Maxie Riemenschneider (c) ÖGUT

Maxie Riemenschneider - ÖGUT Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik, Themenbereich Partizipation

"Bottom-up- und Top-down-Beteiligung sind zwei zentrale, sich gegenseitig verstärkende Grundpfeiler unserer Demokratie – beide sind unverzichtbar für eine starke, funktionierende und resiliente Gesellschaft."

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Liebe Leser:innen!

"Wir waren und sind gemeinsam mehr als die Summe unserer Teile." So beschreibt Barbara Oberndorfer vom Verein DORFPLATZ in St. Andrä-Wördern die Kraft, die aus dem gemeinsamen Engagement vieler unterschiedlicher Menschen entstand und zu einer wunderbar lebendigen Leerstands-Verwandlung und einem neuen Ort  "der Möglichkeiten und des Miteinanders" geführt hat. 
partizipation.at legt aktuell einen Schwerpunkt auf bottom-up Partizipation und hat dazu spannende neue Praxisbeispiele publiziert, die wir in diesem Newsletter vorstellen: den eben zitierten DORFPLATZ, die Wiener "Gürtel Liebe" und die Initiative "#zusammenHaltNÖ".
Weiters informieren wir Sie über die neue Info-Seite "Bottom up Partizipation", wo Sie erfahren, wie man sich am besten für ein Anliegen einsetzen und erfolgreiche Initiativen gründen kann.  
Und wir dürfen den Start der Webinar-Reihe partizipation.at im Dialog ankündigen, wo wir im Mai unter dem Titel "Demokratie in Bewegung" Erfolgsfaktoren zivilgesellschaftlicher Initiativen beleuchten. 
Wir hoffen, Sie mit diesem Newsletter in Ihrem Engagement zu bestärken oder zu Engagement zu inspirieren! Denn eines steht fest: Demokratie lebt von der Beteiligung möglichst aller Bürger:innen.

Herzlich
Maxie Riemenschneider

PS: Am Ende des Newsletters finden Sie wie immer Hinweise auf aktuelle Weiterbildungen, Veranstaltungen, Ausschreibungen und Publikationen!

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Engagement macht froh ...

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‌ Aktion der Initiative "Gürtel Liebe", (c) Leander Mösinger ‌
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Als das Redaktionsteam von partizipation.at von der Initiative "Gürtel Liebe" eine Projektbeschreibung samt zahlreicher Fotos erhielt, brachte insbesondere das Bild einer Aktion am Valentinstag zum Lächeln: Die Aktivist:innen hatten einen Rad- und Gehweg des Gürtels mit einem rosa Herz aus Pappkarton überbaut und bildeten ein Spalier. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen, die gerade des Wegs kamen, wurden bejubelt und dafür bedankt, dass sie diese klimafreundliche (und leise) Form der Mobilität nutzen. Alle Menschen auf dem Foto lachen und haben sichtlich Spaß. Und es ist auf einen Blick erfassbar, worum es der Initiative geht: mehr menschenfreundliche Lebensqualität, mehr Begegnungsraum, mehr aktive Mobilität auf einem der am stärksten vom Autoverkehr belasteten Straßenzüge Wiens. 
Wie ist es der "Gürtel Liebe" gelungen, innerhalb von zwei Jahren zu einer der sichtbarsten Bürger:innen-Initiativen Wiens zu werden? Wie ist sie organisiert, wie findet sie weitere Mitstreiter:innen und wie adressiert sie die Politik? Getragen wird die Graswurzelbewegung von Anrainer:innen, die Tempo 30 in der Nacht fordern und die Umwandlung je einer Autospur in einen Radweg. Jedes Monat wird zu einer "Gürtel-Versammlung" geladen, die für alle Interessierten offen ist. Bei den Aktionen agieren einzelne Gürtelnachbarschaften eigenständig und führen selbstständig z. B. Raddemos, den 1. Gürtel Lärmschutzlauf oder auch Meetings mit Bezirkspolitiker:innen durch. Die niederschwelligste und gleichzeitig eine der sichtbarsten Formen der Beteiligung ist die Befestigung eines "Gürtel Liebe"-Banners am Fenster eines Wohnhauses an dieser Straße. Zu Beginn 2026 waren bereits über 300 der pinken Banner verteilt, die mittels Crowdfunding finanziert werden. 
Die Vorgehensweise der "Gürtel Liebe" ist ein Musterbeispiel für gelungene Bottom up Partizipation, deren wichtigste Elemente und Erfolgsfaktoren auf einer neuen Info-Seite von partizipation.at festgehalten sind samt Verweisen auf nützliche Handbücher zur Organisation von Bürger:innen-Initiativen.
Lesen Sie mehr über die Gürtel Liebe in unserer Praxisdatenbank und geben Sie uns gerne Feedback zur neuen Seite "Bottom up Partizipation"!

zu "Gürtel Liebe"
zu "Bottom up Partizipation"
zu "Handbuch ORGANISIERT EUCH! (Urban Equipe, Kollektiv Raumstation)"
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... und stärkt das Gemeinwesen

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Plan vom DORFPLATZ St. Andrä-Wördern, (c) Alexander Mayer, hallovia.at

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Was in der Beschäftigung mit Bottom up Partizipation immer wieder beeindruckt: Der unglaublich lange Atem, den manche Bürger:innen-Initiativen beweisen, wie sich auch an zwei weiteren Beispielen zeigt, die neu auf partizipation.at portraitiert werden.
Die Geschichte des "DORFPLATZES" in St. Andrä-Wördern begann vor mehr als 20 Jahren, als der Verein "Grenzenlos" Kochabende mit Menschen unterschiedlichster Herkünfte startete. Es entstand eine kleine Community engagierter Menschen, die ein Wunsch vereinte: der zersiedelten Gemeinde ein Zentrum zu geben für "unkomplizierten Austausch, zum Voneinander-Lernen und Miteinander-Arbeiten". Wie es schließlich gelang, einen leerstehenden Gutshof mitten in St. Andrä-Wördern in genau so einen Ort der Begegnung zu verwandeln, kann hier in unserer Praxisdatenbank nachgelesen werden. 
Ein ganz anderer Anlass einte die Menschen der Initiative "#zusammenHaltNÖ": 2018 wurden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in einem gefängnisartigen Quartier in Drasenhofen untergebracht, was breite zivilgesellschaftliche Proteste auslöste. Daraus formierte sich "zusammenHaltNÖ" und suchte von Beginn an Vernetzung mit anderen Initiativen und Organisationen. Der ursprüngliche Fokus auf Solidarität mit Geflüchteten und Einhaltung der Menschenrechte wurde mit der Zeit auf Demokratie- und Klimaschutz ausgeweitet. Heute ist #zusammenHaltNÖ im ganzen Bundesland vertreten und versteht sich als "Lobby- und Watch-dog-Gruppe" zur Kontrolle politischer Entwicklungen. 
Was beide Initiativen zeigen: Unsere Demokratie braucht die Beteiligung von Bürger:innen ganz essenziell. Es ist ihr Engagement, das ein Gemeinwesen zusammenhält, Fehlentwicklungen aufzeigt, Alternativen verlangt und erarbeitet und zur Weiterentwicklung beiträgt.
Lassen Sie sich von den Projektbeschreibungen auf partizipation.at gerne für eigenes Engagement inspirieren! 

zu "DORFPLATZ St. Andrä-Wördern"
zu "Initiative #zusammenHaltNÖ"
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Aktuelles aus der Partizipationswelt

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Neu: "partizipation.at im Dialog", Start der Webinar-Reihe

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Save the Date! Am 05.05.2026, 10:00 bis 11:30 Uhr findet das erste Webinar unserer neuen Reihe „partizipation.at im Dialog“ zum Thema "Demokratie in Bewegung" statt. Wir beleuchten darin Erfolgsfaktoren zivilgesellschaftlicher Initiativen, zeigen Good Practice Beispiele aus Österreich und informieren über unterstützende Angebote für engagierte Bürger:innen auf partizipation.at. 

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Im Bürger:innenrats-erfahrenen Vorarlberg haben erstmals nicht Bürger:innen, sondern der Vorarlberger Landtag die Landesregierung mit der Durchführung eines Bürger:innenrats beauftragt, der die Stärkung der Demokratie zum Inhalt hatte. Die 20 zufällig ausgewählten Bürger:innen aus ganz Vorarlberg kamen für ein Wochenende zusammen und identifizierten aktuelle Gefahren für die Demokratie, entwickelten Empfehlungen zur Stärkung der Wahlbeteiligung und Beteiligungsmodelle. Aktuell behandelt die Landesregierung die Vorschläge dieser "Demokratie-Werkstatt" und gibt den Bürger:innen im Herbst 2026 Rückmeldung. 

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Apropos Bürger:innenrat: Anfang dieses Jahres erschienen gleich zwei interessante neue Publikationen zum Thema. Während Karin Küblböck in einem ÖFSE-Briefingpaper aus wissenschaftlicher Perspektive auf diese partizipative Methode schaut, führen Sabine Wurzenberger und Wolfgang Mader in ihrem Bericht zu "Bürgerräten in Oberösterreich" praxisnah in Ablauf, Ziel und Nutzen ein. Zu den Downloads der beiden Publikationen geht es hier.

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Das Ökobüro hat eine hilfreiche Broschüre herausgegeben zum Thema "RED III & Beschleunigungsgebiete. Empfehlungen für gute Planung und Öffentlichkeitsbeteiligung am Beispiel Windkraft". Jede Planung eines sogenannten "Beschleunigungsgebiets" braucht ein Beteiligungskonzept. Das Ökobüro fasst die wichtigsten To do's zusammen, die hier bei der Organisation eines Beteiligungsprozesses zu beachten sind.
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Von 10. bis 12. April 2026 findet an der Universität Wien die österreichische Jugendumweltkonferenz LCOY statt. Die Konferenz bringt junge Menschen zwischen 14 und 30 Jahren aus ganz Österreich zusammen, um sich zu Klimaschutz, Klimagerechtigkeit, Biodiversität und nachhaltiger Zukunft auszutauschen. Hier geht's zu Programm und Anmeldung!
Und von 10. bis 12. Juni 2026 findet im Rahmen des EU-Jugenddialogs die Österreichische Jugendkonferenz zum Thema "Die EU, Social Media & Du" statt, drei Tage intensiver Austausch zu hochaktuellen Themen! 

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Am 10. und 11. November 2026 findet der 7. Kongress zur Digitalen Demokratie statt unter dem Titel "D³ #deutschland #digital #demokratisch". Es gibt die Möglichkeit, Sessions vorzuschlagen und selbst zu organisieren. Interesse, eigene Ideen, Projektergebnisse, Forschungsfragen zu teilen? Deadline für die Einreichung ist der 17. April 2026!
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Das Soziokratiezentrum Bodensee bietet im Frühjahr in Innsbruck eine zweiteilige Ausbildung zur Soziokratischen Kreisorganisationsmethode (SKM) an. Modul 1 findet von 20. bis 21. April statt, Modul 2 von 15. bis 17. Juni. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Meetings effizient gestaltet werden können und wie es gelingt, alle Beteiligten wirksam einzubeziehen. Mehr Informationen finden Sie hier.  
In Wien kann von 15.04.-17.04.2026 eine Weiterbildung zu Dynamic Facilitation von Martina Handler und Kristina Sommerauer besucht werden oder  von 28. bis 30. April ein Art of Hosting and Harvesting Training mit erfahrenen Prozessbegleiter:innen aus ganz Österreich.
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Das Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung e.V. vergibt wieder in Kooperation mit dem Berlin Institut Partizipation die Auszeichnung "Gute Bürgerbeteiligung". Sie richtet sich an deutsche Kommunen und an zivilgesellschaftliche Organisationen, die in Kooperation mit Kommunen qualitativ hochwertige Beteiligungsprozesse durchführen. Bis 31. Mai kann man sich noch für die Auszeichnung bewerben!
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zu "Bürger:innenrat Demokratie-Werkstatt"
zu "Neue Publikationen zu Bürger:innenräten"
zu "Ökobüro: RED III & Beschleunigungsgebiete. Empfehlungen für gute Planung und Öffentlichkeitsbeteiligung am Beispiel Windkraft"
zu "LCOY Österreichische Jugendumweltkonferenz 2026"
zu "D3-Kongress - Session einreichen"
zu "Soziokratie-Weiterbildung in Innsbruck"
zu "Dynamic Facilitation Weiterbildung - April 2026"
zu "Art of Hosting and Harvesting Training - April 2026"
zu "Auszeichnung Gute Bürgerbeteiligung"
zu "partizipation.at-Webinar -Demokratie in Bewegung"
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Dieser Newsletter erscheint jeweils zweimonatlich. Lassen Sie uns wissen, an welchen Beteiligungsprojekten Sie selbst arbeiten oder welche gelungenen Praxisbeispiele Sie kennen. Wir nehmen interessante Beispiele und Hinweise gerne in die Website auf!

Kontakt: kontakt@partizipation.at

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PS: Wir freuen uns auch über Weiterleitung dieses Newsletters an Partizipations-interessierte Menschen in Ihrem Umfeld :)

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