Methode

Art of Harvesting – Methoden für Ernte und Dokumentation

ANZAHL DER BETEILIGTEN
Kleine Gruppe (bis ca. 15 Personen)
Mittlere Gruppen (ca. 15-30 Personen)
Größere Gruppen (ab ca. 30 Personen)
DAUER DER DURCHFÜHRUNG
Weniger als 1 Tag
1 Tag bis max. 1 Woche
Einige Wochen
Einige Monate
STUFE DER BETEILIGUNG
Information
Konsultation
Mitbestimmung
FORM DER BETEILIGUNG
Analog
Digital
ZWECK DER DURCHFÜHRUNG
Informieren, Diskussion starten, Gemeinsam planen und entwickeln, Problem / Feld analysieren, Meinungen / Reaktionen einholen, Längerfristig zusammenarbeiten, Aktivieren, Vernetzen, Konflikt lösen
FÜR KONFLIKT GEEIGNET
Ja

Allgemein

Der Begriff „Art of Hosting“ ist mittlerweile vielen Menschen, die sich mit partizipativen Prozessen beschäftigen, vertraut. Man versteht darunter eine spezifische Haltung und Praxis zur Gestaltung und Begleitung von wirkungsvollen Dialog- und Beteiligungsprozessen, bei der es im Kern darum geht, Räume für gute Gespräche zu „hosten“. Vollständig heißt diese Herangehensweise zur kollektiven Lösung von Fragestellungen und Problemen allerdings „Art of Hosting and Harvesting Conversations that Matter“.

Wir möchten auf dieser Methodenseite das Art of Harvesting, also die Kunst des Erntens, in den Mittelpunkt stellen. Denn was nützen Aha-Momente, überraschende Erkenntnisse oder neue Ideen, wenn sie nicht festgehalten werden und nach einem inspirierenden Beteiligungsprojekt allzu rasch wieder in Vergessenheit geraten. „Harvesting“ bedeutet, sehr strategisch Kern-Erkenntnisse zu ernten, sie sichtbar, spürbar und weiter bearbeitbar zu machen. Das durchdachte und gut vorbereitete Ernten von Ergebnissen ist auch die Basis für eine längerfristige Wirksamkeit von partizipativen Prozessen und die kontinuierliche Umsetzung von dort erarbeiteten Maßnahmen.

Die Inhalte dieser Methodenseite entstanden in Kooperation mit Edith Steiner-Janesch, brightpicture Prozessbegleitung. Sie ist Art of Hosting and Harvesting Practioner mit einem Schwerpunkt auf Graphic Facilitation und meint: „Es lohnt, sich bei der Planung von Projekten, Prozessen und Veranstaltungen immer wieder die ‚Erntebrille‘ aufzusetzen und sich zu fragen, wie Gespräche in Erkenntnisse, Beziehungen in Ressourcen und Lernprozesse in handlungsleitendes Wissen verwandelt werden können. Dabei ist die Vorbereitung genauso wichtig wie die Nachbereitung: Zu Beginn klären wir, in welchen Kontext der Prozess oder das Projekt eingebettet ist, was der Anlass und Zweck ist. Als nächstes schauen wir auf das ‚Danach‘: Was genau soll geerntet werden? Und was geschieht mit der Ernte nach dem Abschluss des Prozesses oder der Veranstaltung? Erst dann überlegen wir im Design, welche Erntemethoden und Ernteformen sich eignen – wie wir den greifbaren Output festhalten, aber auch den spürbaren Outcome erfassen können. Erst wenn wir Zusammenhänge und Muster erkennen, sind wir in der Lage, durchdacht und vorausschauend zu handeln und Umsetzungsentscheidungen zu treffen, die nachhaltig, begründet und wirksam sind. Die Ernte wird damit zur Brücke von guten Gesprächen hin zu klugen Handlungen.“

Methoden für Ernte und Dokumentation

Das Ernten steht nicht am Ende, sondern beginnt bereits in der Vorbereitung eines Projekts, eines Prozesses, einer Veranstaltung: So wie eine Landwirtin plant, welche Samen und Pflänzlinge sich am besten eignen, um das Gewünschte und Benötigte zu ernten, geht es beim Art of Harvesting darum zu planen bzw. sich zu fragen:

Was soll unser Projekt/ Prozess bewirken? Welches Ergebnis wollen wir erzielen? Sollen das neue Ideen und Lösungen sein? Oder abgestimmte Maßnahmen? Dokumentierte Lernerfahrungen? Eine fertige Strategie? Stärkere Vernetzung oder neue Formen der Zusammenarbeit?

Entsprechend vielfältig sind auch die Ernte-Methoden: Neben vertrauten und allseits bekannten Ernte-Methoden wie das Clustern beschreiben wir nachstehend einige Ernte-Methoden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

  • Erkundende Fragen
  • Dialogische Reflexionen
  • Schriftliche Dokumentationen mit visueller Struktur (Templates/Erntevorlagen)  
  • Visuelle Ergebnissicherung (Graphic Recording/ simultane Bildprotokolle)
  • Dokumentationen mit öffentlicher Wirksamkeit wie Podcasts und Videos
  • Kollektives Mindmapping
  • Kreative Ernteformen, die das Implizite, Spürbare ernten und verankern: Malen, Pantomime, Theater, Geschichten/Poesie, Musik, etc.
  • KI als „Erntehelfer“

Entscheidend ist nicht die Methode an sich, sondern die Auswahl der richtigen Methode für das jeweils gewünschte Ergebnis. Prozesse und Projekte zu planen bedeutet daher immer, die Ernte bereits bei der Planung mitzudenken.

Die vier Dimensionen des Erntens

Im Art of Hosting and Harvesting (AoHH) werden vier Dimensionen des Erntens unterschieden: kollektiv, individuell, sichtbar/greifbar, spürbar/innerlich/immateriell.

Ernteraster, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Ernteraster, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Elemente eines Ernteprozesses, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Elemente eines Ernteprozesses, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture

Für ein tieferes Eintauchen in die Philosophie und Praxis von AoHH (z. B. 4fache Praxis des Erntens, strategische Ernte-Planung, die Kunst, gute Fragen zu stellen etc.) empfehlen sich praktische Weiterbildungen, die auf der AoHH-Website gelistet sind.

Wir beschreiben hier im Folgenden die wichtigsten Methoden, welche das Festhalten von Inhalten sowie individuelles und kollektives Lernen unterstützen.

1.

Erkundende Fragen

Gute Fragen zu stellen ist der wirkungsvollste Weg, um ein Gespräch zu beginnen und lebendig und anregend zu gestalten. Und sorgsam formulierte Leitfragen sind ein wirkungsvolles Erntewerkzeug: Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie nicht nur Informationen sammeln, sondern auch zum Teilen von Wissen einladen, Reflexion auslösen, neue Perspektiven öffnen und verborgene Potenziale sichtbar machen. Durch gezielte, gut formulierte Fragen wird aus oberflächlicher Kommunikation ein bewusster Erkundungs- und Erkenntnisprozess, ein kollektives Lernen.

Anhaltspunkte zur Formulierung einer guten Frage:

  • Sie gibt Energie, sie fühlt sich „kraftvoll“ an.
  • Sie ist offen, lässt sich also nicht mit Ja oder Nein beantworten.
  • Sie wirkt einladend und öffnend und macht neugierig, das, um was es geht, genauer zu erkunden.
  • Sie inspiriert uns zu neuen Ideen, Gedankengängen, noch nicht gedachten Möglichkeiten.
2.

Dialogische Reflexionen wie z. B. Lerntriaden

Dialogische Reflexionen dienen dazu, sich bewusst zu machen, was man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem partizipativen Prozess gelernt hat. Sie unterstützen dabei, individuelle und kollektive Lernprozesse zu versprachlichen und sie damit „festzuhalten“.
Die dialogische Reflexion kann z. B. in Form einer Lerntriade stattfinden:

  • Drei Teilnehmer:innen, die einander möglichst noch nicht so gut kennen, finden sich zusammen.
  • Aufgabe: Austausch (Murmeln) und Reflexion über bisherige Erfahrungen: Was war neu/inspirierend? Welche Fragen sind aufgetaucht?
  • Durchführung: Im Raum oder auch als Spaziergang denkbar; bei digitalen Veranstaltungen entsprechend in Breakout-Sessions.

In einem zweiten Schritt können die wichtigsten Elemente dann in die Erntematrix (den Ernteraster) geerntet werden, um sichtbar zu machen, welche Ernteformen auch tatsächlich Wirkung entfalten (siehe dazu Beispielsammlung weiter unten auf dieser Seite).

3.

Schriftliche Dokumentationen mit visueller Grundstruktur (Ernteplakate, Templates)

Für das strategische Ernten der Ergebnisse von partizipativen Prozessen empfiehlt sich der gezielte Einsatz von Templates, die bereits eine Grundstruktur für das Gespräch unter den Teilnehmer:innen vorgeben.

Templates sind graphisch aufbereitete Strukturen auf Flipcharts oder Pinnwänden, die wie „papierene Gastgeber“ fungieren und der Gruppe einen roten Faden zur Verfügung stellen, der bei der Ernte unterstützt.

Überschriften bzw. Rubriken in solchen Templates können beispielsweise sein:

  • Thema
  • Teilnehmer:innen
  • Leitfragen
  • Ausgangslage
  • Herausforderungen
  • Zukunftsmodell/ Vision
  • Lösungswege
  • Unterstützungsbedarfe
  • Nächste Schritte
  • und viele andere mehr …

Unabhängig von Setting und gewählter Methode (World Café, Open Space, Projektschmiede etc.) empfiehlt es sich, immer eine verantwortliche Person in der jeweiligen Gesprächseinheit zu haben, die sicherstellt, dass das Template „gefüllt“ wird – entweder durch eigenes Mitprotokollieren oder durch Einladung an die Teilnehmer:innen, ihre Gedanken z. B. auf Post-its festzuhalten und in die entsprechenden Bereiche auf dem Template zu platzieren.

Die ausgefüllten Templates können die Basis sein für die Präsentation von Kleingruppen-Arbeiten oder für „Gallery Walks“. In diesen Galerie-Spaziergängen sind die Erntetemplates aller Gruppenarbeiten ausgestellt. Die Teilnehmer:innen können sich einen Überblick zu den (Zwischen-)Ergebnissen aus der Kleingruppenarbeit verschaffen und diese gegebenenfalls auch kommentieren oder ergänzen.

4.

Visuelle Ergebnissicherung (Graphic Recording)

Bei visuellen Dokumentationsmethoden wie Graphic Recording werden Inhalte aus Gesprächen oder Vorträgen simultan in Bildern, Symbolen, Wortbildern und kurzen Texten festgehalten. Noch während die Teilnehmer:innen sprechen, übersetzen Graphic Recorder:innen das Gesagte in eine visuelle Sprache und Struktur und gestalten ein übersichtliches, visuelles Protokoll. Das kann entweder analog (auf Papier, Whiteboard) oder digital entstehen.

Erfahrene Graphic Recorder können mit unterschiedlichen „Ernte-Ohren“ zuhören und damit das herausfiltern, was für eine strategische Ernte Sinn macht und Bedeutung hat (Sensemaking).

Visuelle Dokumentationen verbinden mehrere Wahrnehmungsebenen: Sie können Inhalte und Information nicht nur kognitiv, sondern auch bildhaft verdeutlichen. Das regt unser non-lineares, vernetztes Denken an; Strukturen und Zusammenhänge werden auf diese Weise schneller klar. Dazu kommt, dass visuell aufbereitete Informationen vom Gehirn leichter verarbeitet werden und auch deutlich länger im Gedächtnis bleiben als Worte.

Graphic Recordings eignen sich für

  • die Verdichtung der Ernte aus Kleingruppen im Plenum
  • das Erfassen der Essenzen aus Dialogformaten wie z.B. Fishbowl, World Café usw.
  • Podiumsdiskussionen
  • die inhaltliche Zusammenfassung von Keynotes

Siehe dazu auch die praktischen Beispiele weiter unten auf dieser Seite.

5.

Kollektives Mindmapping

Eine kollektive Mindmap ist eine einfache Möglichkeit, Ergebnisse und Erkenntnisse aus Dialogen zu verdichten und daraus Muster zu erkennen und Bedeutung zu schaffen (Sensemaking).

Eine Mindmap hat immer einen klaren Fokus, oftmals in Form einer „brennenden“ Frage.

Sie kann entweder analog auf großem Papier oder digital mit Hilfe von Mindmap Programmen erstellt werden. Idealerweise wird das Erstellen einer kollektiven Mindmap von zwei Menschen gehostet.

Für das Erstellen gelten einige Grundregeln:

  • Alle Beiträge und Ideen sind wertvoll. Sie werden nicht bewertet.
  • Wer auch immer ein Thema oder eine Idee einbringt, entscheidet auch, wo es auf der Mindmap positioniert wird.
  • Es ist okay, wenn sich Dinge widersprechen.
  • Wann immer es möglich ist, führe konkrete Beispiele an.
6.

Dokumentation mit öffentlicher Wirksamkeit wie z. B. Podcasts, Videos

Um kollektive Lernprozesse über den Teilnehmer:innenkreis eines partizipativen Prozesses hinaus zu ermöglichen und öffentlich sicht- und hörbare Ergebnisse zu produzieren, können z. B. Podcasts, Videos oder sogar Filme gemacht werden. Sie ermöglichen:

  • Öffentlichkeitswirksamkeit
  • leichtere Rezipierbarkeit der Ergebnisse für Entscheidungsträger:innen und andere Interessierte, die selbst nicht am Prozess teilgenommen haben
  • Transparenz
  • Verbessertes Verständnis für Inhalt und Ablauf des partizipativen Prozesses
  • Lange Auffindbarkeit
7.

Kreative Ernteformen

Unter „kreativen Ernteformen“ werden Methoden verstanden, die Ergebnisse nicht nur kognitiv festhalten und verdichten, sondern Emotionen, Erkenntnisse, Muster und Bedeutung mit allen Sinnen ausdrücken.

Die Teilnehmer:innen werden eingeladen, alleine oder gemeinsam ihre Eindrücke und Gedanken kreativ festzuhalten – z. B. in Form eines Bildes, einer Collage, eines kleinen Theaterstücks, eines Gedichts, einer Pantomime etc.

Kreative Ernteformen helfen dabei,  die Ergebnisse eines partizipativen Prozesses langfristig zu verinnerlichen. Sie unterstützen individuelle und kollektive Lernprozesse, verbinden kognitive und emotionale Erkenntnis. Erfahrungsgemäß bleiben kreativ geerntete Ergebnisse besonders lange im Gedächtnis der Teilnehmer:innen.

8.

KI als Erntemethode

Die mögliche und sinnvolle Rolle von KI als Werkzeug für die Ernte wird aktuell intensiv und kontrovers diskutiert. Hier einige Blitzlichter aus der aktuellen Diskussion, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • KI kann die systematische Strukturierung und Auswertung großer Datenmengen übernehmen und spart uns dadurch viel Zeit.
  • Gute und sorgsam formulierte Prompts sind dafür essentiell.
  • (Vorerst ist) nur menschliche Intelligenz ist imstande, daraus Sinn und Bedeutung abzuleiten (Sensemaking).
  • KI kann gut im Prozessdesign und in der Nachbereitung unterstützen und spart hier Zeit.
  • KI kann Intuition nicht ersetzen. Das unmittelbare Wissen, „was jetzt stimmig ist“ entsteht aus Erfahrungswissen und situativer Resonanz.
  • KI kann die Vielfalt im Raum nicht „lesen“ und abbilden (kulturelle Kontexte, Identitäten, Werte usw).
  • KI erkennt Sprache – aber nicht das feine Zusammenspiel von Körpersprache, Atmosphäre im Raum, Unausgesprochenem.
  • KI ist nicht geeignet, um Beziehungen zu stärken: Vertrauen, Resonanz und echte Verbindung entstehen durch menschliche Präsenz, nicht durch Algorithmen.

Beispiele für Plakatvorlagen (Templates)

Template_Workshop, (c) Maxie Riemenschneider, ÖGUT
Template_Workshop, (c) Maxie Riemenschneider, ÖGUT
Workshop-Template, (c) Maxie Riemenschneider, ÖGUT
Workshop-Template, (c) Maxie Riemenschneider, ÖGUT
Lerntriade - Ernte, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Lerntriade – Ernte, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Ernteraster (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Ernteraster (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Template für eine Projektschmiede, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Template für eine Projektschmiede, (c) Edith Steiner-Janesch, brightpicture
Miro-Template für Projektschmiede, (c) ÖGUT
Miro-Template für Projektschmiede, (c) ÖGUT
Graphic Recording, (c) Edith Steiner-Janesch
Graphic Recording, (c) Edith Steiner-Janesch
Graphic Recording (c) Sabine Biedermann für brightpicture
Graphic Recording (c) Sabine Biedermann für brightpicture

Organisatorisches

Bereits bei der Planung eines Projekts/ einer Veranstaltung gilt es zu überlegen, welche Ausstattung und welche Materialien für die Ernte der Ergebnisse benötigt werden:

  • Anzahl der notwendigen Flipcharts und Pinnwände
  • Falls nicht ausreichend Pinnwände zur Verfügung stehen: Wo können noch Plakate angebracht werden? Dürfen z. B. Wände oder Fenster beklebt werden?
  • Setting für das gemeinsame Ernten: Gibt es ausreichend Platz, damit sich die Teilnehmer:innen z. B. in Lerntriaden zurückziehen können? Können Kleingruppen rund um einen Tisch zu einem Thema arbeiten und ist der Tisch groß genug, dass darauf die Plakatvorlage Platz hat? Oder sollen die Gruppen in Sesselkreisen situiert sein und die Dokumentation via Flipchart erfolgen?
  • Material: Ausreichend Flipchart- und Plakatpapier, Stifte in unterschiedlicher Dicke und Farbe, Post-its in unterschiedlicher Größe und Farbe, Pinnnadeln, Buntstifte, Wasserfarben etc.
  • Kamera (für Fotos und Videos), Aufnahmegerät
  • Anzahl und Struktur von vorgefertigten Templates

Zu beachten

  • Bei Online-Veranstaltungen ausreichend Zeit einplanen, um die Teilnehmer:innen mit dem Umgang mit digitalen Tools vertraut zu machen.
  • Nicht vergessen, am Ende einer Veranstaltung bzw. von Prozess-Schritten alle entstandenen Dokumente (Bilder, Plakate etc.) auch fotografisch zu dokumentieren. Manchmal gehen beim Transport von Plakaten z. B. Post-its verloren. Dann ist es wichtig, ein Foto davon zu haben, um die ursprüngliche „Befüllung“ des Plakats nachvollziehen zu können.
  • Wenn für eine Veranstaltung/ein Projekt Graphic Recording gewünscht ist, muss dieses extra beauftragt werden und mit entsprechendem eigenen Budget versehen werden.
  • Um gute Plakat-Vorlagen zu erstellen und bei Veranstaltungen vor Ort sowohl schriftlich als auch visuell Erkenntnisse festhalten zu können, empfiehlt es sich für Prozessbegleiter:innen, immer wieder die Leserlichkeit der eigenen Schrift sowie die eigene „visuelle Toolbox“ zu pflegen und zu erweitern. Manche Graphic Recorder:innen bieten dafür auch Weiterbildungen an.

Weiterführende Informationen